Samhain Fest am 01.+02.11.2008

Über das Samhain Fest

Zunächst eine kurze Erklärung zu Samhain eine ausführliche Erläuterung zu diesem Thema könnt Ihr weiter unten finden. Samhain ist eines der vier Feuerfeste (die eigentlichen Hochfeste der Kelten) des Jahreskreises der Kelten. Nun stellt sich sicherlich die Frage warum wir ein Fest der Kelten feiern wollen. Wir haben es uns unter anderem zur Aufgabe gemacht unsere eigentlichen Kulturellen Wurzeln zu erforschen und diese Informationen und Erfahrungen die wir dabei machen an möglichst viele Interessierte weiterzugeben. Die Kelten zählen zu den Indogermanen Zwischen 1800 und 1200 v. Chr. gab es Siedlungen mit einer vorkeltischen Kultur welche sich von Süddeutschland bis nach Südfrankreich und Spanien ausbreitete. Das Kerngebiet bestand aus einem Landstrich nördlich der Alpen. Bereits im 8.Jahrhundert v. Chr. beginnt die Abwanderung von Kelten aus dem südlichen Mitteleuropa nach Frankreich, Spanien und England. Zur Zeit ihrer größten Ausdehnung besiedelten die Kelten eine riesige Fläche, die im Westen an den Atlantik, von Spanien bis nach England, im Norden an die großen deutschen und polnischen Landebenen, im Osten an den Karpatenbogen und im Süden an die Mittelmeerküste bis zum Donaubecken angrenzte. Somit sind die Kelten ein Volk das wir zu unseren Vorfahren zählen können und somit kann man davon ausgehen das sie unsere Kultur prägten. (Unter einem Volk verstand man ursprünglich eine Schar von Kriegern. Eine Art Nationalgeist gehörte zwingend dazu).

Für die Kelten war Samhain gleichzeitig Winter- und Jahresanfang. Zudem wurde auch noch das Erntefest gefeiert. Durch die Lage Samhains zwischen Sommer und Winter einerseits und Ende des alten und Beginn des neuen Jahres andererseits wird das Fest zu einer wichtigen Zeit an der Schwelle. Schwellenzeiten werden seit jeher als Tore zur Anderswelt betrachtet.

Papst Gregor IV. ordnete an, die Bräuche der Heiden, zu christianisieren, Das keltische Totenfest wurde so zu Allerheiligen. Der Abend vor Allerheiligen wird im Englischen als „All hallows eve“ bezeichnet, das sich später zu Hallowe´en bzw. Halloween entwickelte. Durch irische Einwanderer wurde das Halloween-Fest an die amerikanische Ostküste gebracht.

Halloween:

Womit wir dann bei dem Punkt angelangt wären mit dem wir nicht einverstanden sind. Es wäre schön wenn jeder der Halloween feiert sich über diese Hintergründe informiert. In einer Zeit in der allerdings die Erhöhung der Zahl der Feiertage nur noch ein mehr an Geselligkeit, Spaß, Selbstdarstellung und Befriedigung der Verkleidungssucht bedeutet werde ich mir mal anmaßen zu behaupten das 70% der Feiernden keinen blassen Schimmer haben was sie da eigentlich feiern. Ein christianisiertes Fest als Re-Import aus den USA. Obwohl wir doch bei uns genauso gut Allerheiligen „feiern“ könnten. Oder noch besser das unverfälschte Samhain, wo niemand versucht Geld damit zu verdienen oder Macht durch Glauben zu erlangen. Für die amerikanische Wirtschaft ist Halloween hinter Weihnachten das zweitwichtigste Geschäft. Das Ostergeschäft wurde bereits übertroffen. Es wird lediglich die Bindung an wenige Geschäftstage bedauert. Vor wenigen Jahren wurde ein Umsatz von 8 Mrd. Dollar erzielt. Allein 1,5 Mrd. Dollar für Investitionen in Kostüme. Das herbstliche Konsumtief zwischen Urlaubs- und Weihnachtsgeschäft lässt sich so einigermaßen „wegbügeln“. Somit ist es nun wohl kaum verwunderlich das versierte US-Mammutfirmen auf europäische Märkte drängen. Um neue Märkt zu erschließen und noch mehr Geld zu schöpfen. (Mir drängen sich da vergleiche mit Coca Cola, Mc.Donald´s oder Burger King auf) Immerhin kennen wir Europäer Halloween bereits aus Film und Fernsehen da ist es ein leichtes, man bringt hier und da einen Artikel in der Zeitung und siehe da innerhalb eines Jahrzehnts lässt sich auch hie darmit das große Geld machen. Und keinen interessiert es. Konsum- und feiersüchtig wie sie hingezüchtet wurden kaufen sie und feiern sie. Es wäre schön wenn der ein oder andere sich etwas mehr Gedanken darüber machen würde was und wem er die Möglichkeit gibt seinen Alltag zu bestimmen. Die Umsätze in Deutschland steigen jährlich zwischen 50 und 100 Prozent. Interessant ist welche Branchen mittlerweile auf diesen Kommerz-Zug aufgesprungen sind. Bei den deutschen Bauern läuft das Geschäft mit Weizen und Kartoffeln schlecht- warum also nicht Kürbisse verkaufen. Vermarkten lassen sie sich ja ganz gut, so gibt es mitte Oktober die Europameisterschaft im Kürbiswägen in der Schweiz, zur gleichen Zeit ist die weltgrößte Kürbisausstellung im Ludwigsburger Blühenden Barock am Start, danach folgt das European Halloween Festival in Zürich-Oerlikon. Ja irgendwie wird man seinen Kürbis schon los.

Hier noch eine kleine Geschichte die wohl der Ursprung des Kürbisses bei Halloween Feiern sein dürfte. Man sollte allerdings dabei beachten das es einmal Steckrüben waren und keine Kürbisse. Jack o`Latern Jack o`Latern ist eine Figur, die in mehreren britischen Sagen auftaucht. Jack war Hufschmied, Trinker und Betrüger. Bei einem Besuch im Pub versuchte der Teufel, sich der Seele Jacks zu bemächtigen- was ihm allerdings nicht gelang. Nach seinem Tode kam Jack als Trunkenbold nicht in den Himmel doch in der Hölle wollte Luzifer ihn auch nicht mehr haben, er gab ihm ein Stück glühender Kohle. Der abgewiesene hatte eine Rübe als Wegzehrung dabei, höhlte diese aus und legte die Kohle hinein. Seitdem wandert Jack mit seiner leuchtenden Rübe ziellos umher. In Irland sah man bald darauf viele Rüben die als Halloween-Laternen umfunktioniert waren. In Amerika bentuzte man bald darauf Kürbisse weil diese Frucht dort zahlreich vorkommt.

Samhain:

Zunächst einmal muss man sagen dass es nicht einfach ist fundierte Informationen über das eigentliche, ursprüngliche Samhain Fest zu beziehen. Die keltische Kultur war keine Schriftkultur d.h. das letztendlich alle Aussagen aus Sekundärquellen stammen. In literarischer Art auf dem was griechische und römische Schriftsteller überliefert haben. (Poseidonis von Apameia, Polyobis, Timagenes, Diodoros, Strabon unter den Griechen und Gaius Iulius Caesar, Annaeus Lucanus und Ammianus Marcellinus unter den Römern). Somit kann man davon ausgehen das das was aus griechischer oder römischer Hand zu Papier gebracht wurde nicht der Wirklichkeit entspricht. Die kulturellen Hintergründe, das Alltagsleben usw. unterschied sich somit kann man davon ausgehen das es schlicht und einfach zu Fehlinterpretationen kam. Auch ein Problem bei der Recherche war zu unterscheiden zwischen dem heute noch vorkommenden irisch-keltischen Bräuchen und den ursprünglichen Bräuchen der Kelten. Ich hab leider keine Kulturgeschichte studiert trotzdem hoffe ich das das was ich nun über Samhain zusammenfasse annähernd der Wirklichkeit entspricht.

Wie bereits erwähn ist Samhain eines der vier Feuerfeste der Kelten die da wären: Imbolc, Beltane, Lugnasad und Samhain. Die Kelten lebten nach einem Jahreskreis und nicht nach dem uns bekannten Kalender. Der Jahreskreis und Ihre Feste sind abhängig von Vollmonden und Neumonden. Somit würde Samhain jedes Jahr auf ein anderes Datum fallen. Mann kann sich das so vorstellen: Zur Berechnung wird der erste Vollmond nach der Wintersonnenwende angesetzt der erste Vollmond danach ist der erste. Somit wäre Samhain für das Jahr 2007 am 11 Oktober. Wichtig dabei ist das nicht am eigentlichen Tag gefeiert wurde sondern es wurde immer in der Nacht davor in den Festtag hineingefeiert.

Das Fest Samhain bezeichnet den Schluss des agrarischen Jahres-Zyklus. Die Zeit für Kriegszüge und den Handel war beendet, ebenso schlachtete man Tiere die es nicht über den Winter schaffen würden. Es ist eine Zeit an der Schwelle, durch die Lage Samhain zwischen Sommer und Winter einerseits und Ende des alten und Beginn des neuen Jahres andererseits. Schwellzeiten werden seit jeher als Tore zur Anderswelt betrachtet. Somit nahm man an, daß zu dieser Zeit die Tore zwischen den Welten offen standen und die Ahnen wieder auf die Erde wandeln. Sie lassen allerdings nicht nur Ahnen hindurch sondern alle Arten von Geistern. Um ihnen den Weg zu leuchten stellte man Lichter in den Fenstern auf. Mit Leckereien wollte man die ankommenden Verstorbenen freundlich stimmen.

Die Druiden ehrten den Todesfürsten Samhain an diesen Abend mit Hilfe besonderer Rituale. (Bei den Kelten gab es drei Bevölkerungsschichten. Die erste Gruppe waren die Druiden, die die Aufgabe hatten, Recht zu sprechen, religiöse Zeremonien zu leiten, wahrzusagen und Könige zu beraten. Die zweithöchste Schicht waren die Ritter, eine Art militärischer Elite, die auch politische Macht ausübte. Die dritte Bevölkerungsgruppe bildete das einfache Volk) Feuer spielten während der Feier eine große Rolle.



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